Welches Holz eignet sich für ein Naturstammhaus?

Die Frage nach dem geeigneten Holz für ein Naturstammhaus beschäftigt die Bauherrn häufig. Tanne, Fichte, Kiefer, Lärche und Douglasie kommen in Frage. Es handelt sich also bei allen in Frage kommenden Holzarten um Nadelhölzer. Laubholz ist für den Blockhausbau ungeeignet. Nur welche Holzart soll man nehmen? 

Im süddeutschen Raum wird gern - und aus ökonomischer Sicht ist das auch sinnvoll - mit Tanne aus dem Alpenvorland gebaut. Im mitteldeutschen Raum ist die Fichte aus den Wäldern des Harz eher die Wahl. So auch bei >>Die Blockhausbauer<<. Beide Holzarten eignen sich hervorragend für den Bau eines Naturstammhaus. Naturstamm - Blockhäuser aus Lärche oder Douglasie sind seltener. Beide Baumarten sind durchaus im deutschen Forst vorhanden, jedoch sind die Mengen / Bewuchsflächen deutlich geringer als bei Tanne bzw. Fichte.

Fichte

Die Fichte zählt zu den wichtigsten forstwirtschaftlich genutzten Baumarten. Entsprechend hoch ist der vorhandene Bestand im deutschen Forst. Sie zeichnet sich u.a. durch geraden Wuchs aus, was sie für den Blockhausbau so besonders geeignet macht. Entsprechend gern greifen wir auf die Fichte zurück. Überwiegend beschaffen wir unsere Fichten aus dem Harz. 

Douglasie

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Douglasie ist der Westen Nordamerikas. In Europa wurde der Baum erst im 19. Jahrhundert eingeführt. In Deutschland nimmt der Bestand nur rund 2% der gesamten Waldflächen ein. Douglasien in ausreichender Stammstärke zu finden, die für den Bau eines Naturstammblockhaus geeignet sind, ist daher zwar nicht unmöglich, aber nicht ganz einfach. Der Preis je Festmeter (FM) ist entsprechend höher als bei Fichte oder Tanne.

Europäische Lärche

Die europäische Lärche ist das schwerste und härteste Nadelholz und eignet sich daher besonders gut für frei bewitterte Holzkonstruktionen, wie beispielsweise Terrassendielen etc. Als Blockhaus - Bauholz nutzen wir die Lärche gern für besäumte, also ein- oder beidseitig flach geschnittene Wände, da das Kernholz der Lärche eine tolle rotbraune Färbung aufweist, welche eine damit gebaute Blockwand besonders schön zur Geltung bringt. Die Lärche neigt zum Säbelwuchs, sprich sie wächst häufig an Hanglagen zunächst "schief", bevor sie sich gerade Richtung Himmel streckt. Der "Butt", sprich der untere Teil des Stammes ist daher für den Bau eines Naturstammhaus meist ungeeignet. Der Preis liegt - analog der Douglasie - über dem Preis von Tanne oder Fichte.

Kiefer

Gerade im mitteldeutschen Raum (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg) sind Kiefernwälder dominant. Die Kiefer gehört, ebenso wie die Fichte, zu den wichtigsten Forstbaumarten. Dennoch ist sie für den Bau eines Naturstammhaus eher ungeeignet. Zum einen sind die Stammstärken in der Regel nicht stark/dick genug und zum anderen neigt die Kiefer zur Bläue. Hierbei handelt es sich um eine bläuliche Holzverfärbung, hervorgerufen durch Bläuepilze (Pilze die sich von Zellinhaltsstoffen ernähren), welche zwar keinen konstruktiven, jedoch einen optischen Mangel darstellen.